Presse

Krach an der Bundesstraße für Anwohner unerträglich... OZ 04.01.2014

 
 
/OZ/LOKAL/GRM vom 14.03.2013 00:00
Brandopfer kämpfen um neues Haus
Baugenehmigungsverfahren angeschoben. Spendenkonto auf 4000 Euro gewachsen.
OZ-Bild
Der Pantelitzer Bürgermeister Fred Schulz-Weingarten (l.) übergab Petra und Volkmar Quaas einen Scheck, der zeigt, dass 4239 Euro für die Opfer der Brandkatastrophe auf dem Spendenkonto eingegangen sind.
Foto: Ines Sommer

Pantelitz (OZ) - Es ist ein guter Tag für Familie Quaas. Gerade war das Ehepaar auf dem Grundstück in der Pantelitzer Straße und hat nach dem Rechten geschaut. „Der Keller ist zum Teil schon gut abgetrocknet. Erst wenn sich da kein Wasser mehr in den Wänden hält, kann mit dem Aufbau des Hauses begonnen werden“, erklärt Volkmar Quaas. Er ist zuversichtlich, dass das Wetter mitspielt und das Fertigteilhaus bald montiert werden kann.

Und noch eine gute Nachricht gibt es an diesem Nachmittag für die Familie, die in der Nacht vom 26. zum 27. Januar (OZ berichtete) nach einer Brandkatastrophe Haus und Hof verloren hat: Der Bürgermeister hat ins Gemeindezentrum eingeladen und kam nicht mit leeren Händen. Fred Schulz-Weingarten hatte einen Scheck über 4239 Euro dabei. Das ist genau die Summe, die seit Januar auf dem Spendenkonto der Gemeinde eingegangen ist.

Weiterlesen...

 
 
/OZ/LOKAL/HST vom 15.02.2013 00:00
Nur ein paar Foto-Erinnerungen blieben von Flammen verschont
Pantelitzer Brandopfer erleichtert: Die Ruine wird jetzt abgetragen, der Neuaufbau kann im Frühjahr beginnen. Über 2000 Euro sind bereits auf dem Spendenkonto eingegangen.
OZ-Bild
Der Abrissbagger arbeitet sich behutsam durch die Pantelitzer Brandruine, dann folgt der Wiederaufbau des Hauses.
Foto: Dirk Hauschild

  • galerie
  • galerie
Pantelitz (OZ) - „Die Baby-Fotos meiner Kinder, die Bilder der Eltern — alles Erinnerungen, die ich mit den Fotoalben retten konnte. Ich hatte schon gedacht, alles ist unwiederbringlich verloren.“ Petra Quaas blättert nun jeden Abend in der Familiengeschichte. Das tut einfach gut.

Doch Familie Quaas kommt gar nicht zum Luftholen, denn jetzt geht es Schlag auf Schlag. „Die Firma SVT hat diese Woche mit dem Abriss angefangen. Vom Haus steht kaum noch was, aber wir sind froh, dass es so schnell vorwärts geht“, zeigt sich Volkmar Quaas erleichtert, auch wenn ihn die Grippe ans Bett fesselt. Dafür steht Ehefrau Petra jetzt täglich neben dem Bagger und rettet, was noch zu retten ist.

In der Nacht zum 27. Januar hatte die Pantelitzer Familie durch ein verheerendes Feuer ihr Zuhause verloren (OZ berichtete bereits mehrfach). Das Feuer hatte sich im Kaminabzug entwickelt, so die bisherige Vermutung. Fakt ist, dass die Hausbesitzer keine Schuld trifft. Und so hat die Versicherung schnell den Abriss der Brandruine angeordnet. „Jetzt wird alles behutsam abgetragen, damit dann im zweiten Schritt der Keller gereinigt werden kann. Wenn das Wetter mitspielt, kann unser Haus im Frühjahr an gleicher Stelle wieder aufgebaut werden“, so Volkmar Quaas.

Mit Fingerspitzengefühl hat sich der Fahrer des Abrissbaggers durch die Hausreste gearbeitet. So konnte Petra Quaas immer gucken, ob sie von den persönlichen Sachen der Familie noch etwas aus den Trümmern ziehen kann. „Natürlich ist das ein blödes Gefühl. Du stehst mitten im Müll und weißt, dass das mal dein Haus war. Das kostet viel Kraft. Aber meine Frau hat sich besonders gefreut, als sie die Fotoalben aus dem Schrank retten konnte. Auch wichtige Dokumente sind dabei. Und ich bin froh, dass ich Ausweis und Führerschein wiederhabe“, sagt der 47-Jährige. Mittlerweile hat das Ehepaar Quaas mit den beiden Töchtern Maria (18) und Rebecca (16) eine neue Ferienwohnung der Wohnungsgenossenschaft Aufbau bezogen. „Hier können wir nun erst einmal mindestens bis April bleiben. Die WGA hat uns auch noch einen E-Herd reingestellt, damit wir uns was kochen können. Man möchte ja auch langsam wieder normal leben“, findet der Familienvater. Und dass dies gelingt, dafür sorgen auch die vielen Spender.

„Auf dem Konto sind schon über 2000 Euro eingegangen“, weiß Bürgermeister Fred Schulz-Weingarten und denkt, dass die Summe noch wächst, denn nächste Woche wollen ja die Abgeordneten noch ihr Geld spenden.

Die vierköpfige Familie hat auch schon etwas Geld vom Konto in Anspruch genommen. „Wir brauchten natürlich ein paar Sachen zum Anziehen, Messer für die Küche, Töpfe, eben alles so Kleinigkeiten, die man täglich braucht. Die großen Anschaffungen werden ja erst fällig, wenn das Haus wieder steht“, so Petra Quaas. Die 46-Jährige möchte sich, ebenso wie der Rest der Familie, für die vielen Hilfsangebote bedanken — vom Feuerwehrmann bis zum Nachbarn. „Das ist immer wieder rührend. Und bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir im Moment große Schränke und so etwas nicht unterbringen können. Wir sind ja froh, dass wir ein Dach über dem Kopf haben.“

Es sind schon über 2000 Euro auf dem Spendenkonto, und täglich wächst die Summe.“Bürgermeister Fred Schulz-Weingarten
Ines Sommer
 
Weitere Beiträge...